Berlin ist Spitze bei den Wasserpreisen

Wasser ist teuer in Berlin – das ist bekannt. Aber so sehr? Im Grundeigentum (GE 2007, 316) wird eine private Tarifsammlung der deutschen Wasserversorger des BBU vorgestellt. Berlins Wasserpreis von aktuell 5,09 €/m³ brutto ist der höchste aller deutschen Großstädte. Ein Schelm, wer da ein solides Versorgerkartell vermutet, dass sich regelmäßig auf einem der Golfplätze im Berliner Umland zum „Preisabsprechen“ verabredet.

Und was noch schlimmer ist: Es gibt ein Ost-/West Gefälle der Sonderklasse. Wenn wir jetzt Berlin als Insel der geplagten Wasserkonsumenten in der Wüste von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg begreifen, dann ist in diesem Teil Deutschlands Wasser so teuer wie sonst nirgends in Deutschland. Mit einem Durchschnittspreis von 5,09 €/m³ in Brandenburg (identisch mit dem Berliner Tarif) und sogar 6,87 €/m³ in Oranienburg (dort wird mit Selterswasser abgewaschen) liegen wir weit von anderen Großstädten und Versorgungsgebieten entfernt. In München kostet das Nass 3,21 €/m³ und in Hamburg 4,15 €/m³ – da lohnt sich schon fast ein Umzug.

2 Kommentare zu "Berlin ist Spitze bei den Wasserpreisen"

  1. Kann mir jemand erklären wie meine HV es legal zu einer 60 % Wasserpreiserhöhung für 07/08 im gegensatz zu 06/07 bringen kann.
    Ich bin in 10997, das haus hat rund 2000qm wohnfläche und die wasserkosten waren letztes jahr 8.200 euro jetzt 12.500 euro – von einem jahr aufs andere 7 euro mehr wassernebenkosten für 42qm in kreuzberg!
    tja sagen viele – ich sage AKTENEINSICHT bei der HV und bei unserem linken (im negativen Sinne des Wortes) SENAT.
    Schreibt mir bitte was dazu!
    Danke.

  2. @mcVoda: Da hilft wirklich nur eine Einsichtnahme in die Betriebskostenbelege; mögliche Gründe:
    1. Neuvermietung leer stehender Wohnungen.
    2. Mieterwechsel, neue Mieter mit hohem Verbrauch.
    3. Wasserkosten wurden nicht richtig abgegrenzt, also über die Jahre aufgeteilt.
    4. Die Zahl ist gewürfelt und nicht real.

    az

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